Cortex-Branchenübersicht
Handelsunternehmen
Riskante Kunden werden vor der Bestellung sichtbar
In einem Handelsunternehmen entstehen Verluste an zwei Stellen: bei Verkäufen, die nicht bezahlt werden, und bei Margenerosion, die unbemerkt bleibt. Ist beides innerhalb der Periode nicht sichtbar, erfährt man es erst am Jahresende. Cortex führt Angebot, Auftrag und Kunde in einem Datensatz; es liest Rechnungs-, Zahlungs- und Kostendaten aus SmartERP und bringt sie auf denselben Bildschirm.
- 3,2 %
- Quote ungedeckter Schecks im ersten Halbjahr 2026 — der höchste Stand seit 2018
- 50 %
- Anstieg des Betrags protestierter Wechsel
- 1.240
- Anträge auf Konkordat (gerichtliches Sanierungsverfahren)
Zusammenfassung für die Geschäftsleitung
Was sich in dieser Branche ändert, in sechs Punkten.
Buchhaltungsdaten erreichen den Bildschirm des Vertriebs
Cortex ist keine Buchhaltung; Rechnungen, Zahlungseingänge, Bestand und Kosten bleiben in SmartERP. Cortex zeigt diese Daten neben dem Kunden, dem Angebot und dem Projekt an.
Riskante Kunden werden vor der Bestellung sichtbar
Saldo, Zahlungsziel, Verzugstage und Scheckhistorie stehen auf dem Bildschirm des Kundenbetreuers. Bei Limitüberschreitung geht der Auftrag zur Genehmigung; für einen Kunden, der einen ungedeckten Scheck ausgestellt hat, wird am nächsten Tag kein neuer Auftrag angelegt.
Margenerosion wird gemessen
Jeder Rabatt wird mit Genehmigung und Begründung erfasst. Die Kosten des Zahlungsziels werden auf den Preis umgelegt; ein Verkauf unter der Marge wird sofort gekennzeichnet.
Kein Angebot bleibt ohne Nachverfolgung
Angebote werden mit ihren Versionen gespeichert, ihre Umwandlung wird verfolgt, und der Grund für ein verlorenes Angebot wird erfasst. Derselbe Fehler wiederholt sich nicht.
Die Provision ist an den Zahlungseingang gebunden
Die Provision wird auf Basis des bezahlten Umsatzes berechnet; die Berechnung geht zur Genehmigung. Verkaufte, aber nicht bezahlte Leistungen begründen keine Provision.
Der Projektgewinn ist innerhalb der Periode bekannt
Projektbezogene Kosten werden aus SmartERP gelesen und auf dem Angebotsbildschirm angezeigt. Ein Verlustauftrag wird nicht ein zweites Mal zum selben Preis angeboten.
Aufgaben, die in dieser Branche in Cortex abgewickelt werden
15 Themen. Bei jedem ist angegeben, warum es eine Nachverfolgung erfordert — die meisten sind an eine Frist, einen Nachweis oder eine Sanktion gebunden.
- 01
Die von der Geschäftsleitung festgelegte Richtung: Umsatz, Marge, Zahlungseingang, Portfolio
Umsatz, Bruttomarge, Zahlungsdauer, Neukundengewinnung und regionale Verteilung müssen Vertriebsleitung, Regionalverantwortliche und Kundenbetreuer mit derselben Klarheit erreichen.
- 02
Zusammenarbeit mit SmartERP: Finanzdaten aus einer Quelle
Rechnungs-, Zahlungs-, Bestands- und Kostendaten werden in SmartERP geführt. Cortex zeigt diese Daten neben dem Angebot, dem Kunden und dem Projekt an; es führt keinen zweiten Datensatz.
- 03
Die Sicht der Zentrale und die Rolle der KI
Welche Abteilung liegt hinter dem Ziel, welche Forderung gegenüber welchem Kunden ist riskant, welches Angebot wird nicht verfolgt, wo schmilzt die Marge — die Antwort muss innerhalb der Periode vorliegen, nicht zehn Tage nach Monatsende.
- 04
Zahlungseingang, Zahlungszielrisiko und Altersstruktur der Forderungen
Im ersten Halbjahr 2026 stieg die Quote ungedeckter Schecks auf 3,2 Prozent und damit auf den höchsten Stand seit 2018; der Betrag protestierter Wechsel stieg um 50 Prozent, und die Zahl der Konkordatsanträge erreichte 1.240.
- 05
Angebotserstellung, Versionen und Preisgenehmigung
Das Angebot ist das Dokument, das ein Unternehmen am häufigsten erstellt und am wenigsten verfolgt. Wird es in einer Textverarbeitung erstellt, geraten Versionen durcheinander, ein alter Preis geht an den Kunden, und der Grund für ein verlorenes Angebot wird nicht erfasst.
- 06
Rentabilität nach Kunde, Produkt und Projekt
Der umsatzstärkste Kunde ist häufig der unrentabelste. Werden die Kosten des Zahlungsziels nicht im Preis berücksichtigt, erscheint ein Verkauf mit 120 Tagen Zahlungsziel mit derselben Marge wie ein Barverkauf.
- 07
Die Kette aus Auftrag, Versand und Rechnung
Die Pflichten zu e-Fatura (elektronische Rechnung) und e-İrsaliye (elektronischer Lieferschein) machen diese Kette systemgestützt. Versandte, aber nicht fakturierte Ware wird am Monatsende gefunden, manchmal nie.
- 08
Aktualität von Preislisten und Einkaufskosten
Bei Inflation und Wechselkursschwankungen veraltet ein Listenpreis innerhalb weniger Wochen. Wird er als PDF verteilt, ist unbekannt, wer welche Version besitzt, und ein Verkauf zum alten Preis ist ein unmittelbarer Verlust.
- 09
Vertriebsziel, Provision und Zahlungsbedingung
Wird die Provision auf den Umsatz berechnet und unabhängig vom Zahlungseingang ausgezahlt, verliert das Unternehmen doppelt: Es wird verkauft, nicht bezahlt, und die Provision wird ausgezahlt.
- 10
Kunden- und Interessentenportfolio
Bleibt das Portfolio auf dem Telefon des Kundenbetreuers, geht mit ihm auch der Kunde. Existiert dasselbe Unternehmen in drei Schreibweisen als drei Datensätze, lässt sich das Gesamtrisiko nicht berechnen.
- 11
Finanzanalyse: Cashflow, Budget, Kostenstellen
Bleibt die Cashflow-Prognose in einer einzigen Tabelle und im Wissen einer einzigen Person, erfährt das Unternehmen von einer Liquiditätslücke erst, wenn sie eintritt.
- 12
Bestand, Reservierung und Ladenhüter
Ruft der Kundenbetreuer im Lager an und fragt "Ist das da", kann dieselbe Ware an zwei Kunden verkauft werden. Ladenhüter sind Kapital, das im Regal liegt.
- 13
Händler- und Kanalmanagement
Wird das Händlerlimit nicht kontrolliert, fällt eine Limitüberschreitung erst nach dem Versand auf. Sind Regions- und Exklusivitätsregeln nicht schriftlich festgelegt, kommt es zu Kanalkonflikten.
- 14
Kundendienst, Retouren und Gewährleistung
Liegt der Servicedatensatz in einem separaten Programm, besucht der Kundenbetreuer den Kunden, ohne von einer offenen Beschwerde zu wissen. Werden Retourengründe unter einem einzigen Posten gesammelt, entsteht keine Qualitätsrückmeldung.
- 15
Saldenabstimmung und Konformität bei E-Belegen
Die Form-Ba-Bs-Meldung (monatliche Meldung größerer Einkäufe und Verkäufe an die Finanzverwaltung) wurde abgeschafft; der Abgleich erfolgt über E-Belege. Das nimmt dem Unternehmen die eigene Saldenabstimmung nicht ab; Differenzen zeigen sich am Jahresende, an einem Punkt, an dem sie nicht mehr eingetrieben werden können.
Was außerhalb des Leistungsumfangs von Cortex liegt
Dieser Abschnitt der Präsentation wird unverändert wiedergegeben. Ein Käufer, der nicht weiß, was ein Produkt nicht leistet, vertraut auch nicht dem, was es leistet.
Es ist keine Buchhaltungsanwendung
Rechnungen, Bücher, Bestand und Zahlungseingänge werden in SmartERP geführt. Cortex liest diese Daten und zeigt sie neben der Arbeit an; es führt keinen zweiten Datensatz.
Es ersetzt SmartERP nicht, sondern setzt darauf auf
SmartERP wird entsprechend der Arbeitsverfolgung in Cortex angepasst; die projektbezogene Kosten- und die abteilungsbezogene Vertriebsstruktur bleiben erhalten.
Es trifft keine Entscheidungen
Die KI erstellt Vorschläge; sie trifft keine Entscheidungen über Preise, Rabatte, Limits oder Personal.
Es ist nicht an jedes System sofort angebunden
Eine Integrationsschicht ist vorhanden; der Umfang wird projektspezifisch festgelegt.
Rechtsgrundlagen
Die Branchenthemen, Fristen und Kennzahlen auf dieser Seite stammen aus der Branchenpräsentation des Cortex-Produktteams vom September 2026. Die Rechtsgrundlagen sind unten aufgeführt; wie welche Pflicht erfüllt wird, wird für jede Organisation gesondert bewertet.
- TTK (türkisches Handelsgesetzbuch) Art. 1530 · Mitteilung 2026 über den gesetzlichen Verzugszins im Handelsverkehr (Amtsblatt, RG 02.01.2026)
- 7571 sayılı Kanun (Gesetz Nr. 7571; VUK vorläufiger Art. 37) · VUK (türkische Abgabenordnung) wiederholter Art. 298/Ç
- Regelungen der GİB (türkische Finanzverwaltung) zu e-Fatura und e-İrsaliye (Schwellenwerte 2026)
- VUK 565 Sıra No.lu Genel Tebliği (Allgemeine Mitteilung Nr. 565 zur Abgabenordnung: Abschaffung der Ba-Bs-Meldung)
Häufig gestellte Fragen
Wie lange dauert die Einarbeitung?
Eine Einarbeitung ist nicht erforderlich. Den Mitarbeitenden steht jederzeit ein Cortex-Trainer zur Seite. Die Nutzerin oder der Nutzer sagt oder schreibt, was sie oder er tun möchte; der Trainer öffnet den betreffenden Bildschirm, zeigt den Ablauf Schritt für Schritt und erledigt die Aufgabe bei Bedarf selbst. Die Schulung richtet sich nach den Berechtigungen der Person und der Arbeit, die sie ausführen wird.
Lässt sich Cortex in unsere bestehenden Systeme integrieren?
Für die Anbindung externer Systeme gibt es eine Schnittstellenschicht. Umfang und Dauer werden projektspezifisch festgelegt, je nach den Möglichkeiten, die das Gegensystem bietet.
Können unsere bestehenden Daten übernommen werden?
Eine Übernahme aus Excel und ähnlichen Quellen ist möglich; die Dauer hängt vom Datenvolumen und von der Ordnung der Quelldaten ab.
Trifft die KI Entscheidungen?
Nein. Sie erstellt Zusammenfassungen und Vorschläge; die Entscheidung über die Umsetzung liegt bei der Nutzerin oder beim Nutzer, und die genehmigende Person wird protokolliert. Routinearbeit erledigt sie selbst, Entscheidungen legt sie Ihnen zur Genehmigung vor.
Fallen für die KI gesonderte Kosten an?
Ein gesondertes Abonnement ist nicht erforderlich. Entscheidet sich die Organisation, ein eigenes Anbieterkonto anzubinden, entstehen die Kosten auf diesem Konto.
Prüfen wir gemeinsam, was sich in Ihrer Branche ändert
Das gesamte Produkt — 19 Modulgruppen, 396 Bildschirme — ist auf der Cortex-Seite beschrieben. Diese Seite behandelt nur eine Branche: Handelsunternehmen.